18. Mai 2016

Kliniken St. Elisabeth Neuburg machen mit PraxiKett Designer großen Schritt im Risikomanagement

Die Kennzeichnung von Medikationen ist ein heikles Thema in vielen Gesundheitseinrichtungen, die eine verlässliche Lösung erfordert - wie die aussehen sollte, dazu hat die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DIVI) konkrete Vorschläge erarbeitet und publiziert. Sie zielen auf ein einheitliches Konzept für den gesamten akutmedizinischen Bereich, von der Rettung über die Notfallaufnahme und den OP bis zur Intensivmedizin. Basis ist eine einheitliche Farbcodierung nach Wirkungsgruppen. Diesen Weg gehen auch die Kliniken St. Elisabeth Neuburg. Für das Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 320 Betten stand bei der Entscheidung die Risikominimierung und damit letztlich die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern im Vordergrund. Auf der Intensivstation des Hauses mit etwa 1.000 Patienten jährlich kommt der PraxiKett Designer von Mediaform zum Einsatz. 

„Beim Thema Patienten- und Mitarbeitersicherheit geht es ja auch immer darum, den eigenen Standards und Ansprüchen gerecht zu werden“, sagt Oliver Moritz, Bereichsleiter der Intensiv- und Anästhesiepflege. Ausgegangen ist das Projekt von der Anästhesie, dort hat die Mehrheit der Ärzte eine Medikationslösung gefordert. Bei der Systemauswahl haben dann die Empfehlungen der DIVI eine wesentliche Rolle gespielt. Von manueller zu elektronischer Kennzeichnung
„In der Anästhesie haben wir die Perfusoren zum Großteil mit Fettstift beschriftet, teilweise mit Rollenetiketten, die aber auch nicht farblich codiert waren“, berichtet Moritz. „In der Intensivmedizin haben wir mit selbst entworfenen Etiketten gearbeitet.“ Mit einer farblichen Codierung sollte dann die Patientensicherheit gesteigert werden. „Es ist zwar nie zu einem Medikamentenzwischenfall gekommen, aber: Wehret den Anfängen“, warnt der Bereichsleiter. Damit möglichst viele Kollegen mit der Medikationssoftware arbeiten können, sollte sie praktikabel und einfach zu bedienen sein. „Der PraxiKett Designer erfüllt diese Anforderungen, er ist fast selbsterklärend, da jeder Schritt logisch auf dem Vorigen aufbaut“, lobt Moritz die Lösung. „Auch die Etiketten sind so aufgebaut, dass man wirklich schnell erfassen kann, um welchen Wirkstoff es sich handelt.“ Auf Mediaform sind die Kliniken St. Elisabeth auf dem heute wohl üblichen Weg aufmerksam geworden - über eine intensive Internetrecherche. Nach einer dreiwöchigen Teststellung war die Entscheidung gefallen. Seit Februar 2014 ist der PraxiKett Designer mit drei EPSON ColorWorks C3500 und zehn Lizenzen im Einsatz. Skeptiker noch in der Testphase überzeugt
Ganz so reibungslos verlief die Einführung und Eingewöhnung allerdings nicht. „Wenn etwas Neues kommt, gibt es im Mitarbeiterkreis doch immer gewisse Widerstände“, beschwichtigt Moritz. „Die Skeptiker und Unsicheren haben wir dann durch gezielte Schulungen und Key-User gewonnen, die allermeisten bereits während der Teststellung.“ Heute sei das kein Thema mehr und die Lösung voll akzeptiert. In der Intensivmedizin setzen die Kliniken St. Elisabeth auf Rollenetiketten, die nach einer Berührung des Touchscreens für jeden einzelnen Perfusor gedruckt werden. So entstehen jährlich etwa 1.500 bis 2.000 Etiketten. „Das ist sehr angenehm und geht schnell“, sagt der Bereichsleiter, „Wir haben einen deutlichen Zeitgewinn.“ In der Anästhesie arbeitet das Haus mit Spritzenetiketten. Viele der gut 6.000 Etiketten jährlich sind heute noch Blattetiketten, die entsprechend vorgedruckt werden und zu lagern sind. „Das liegt daran, dass sich verschiedene OP-Säle Etikettendrucker teilen“, erläutert Moritz, „da können wir nicht ad hoc drucken.“ Und das Optimal- und Wunschszenario – ein Drucker pro Saal – lässt sich gegenwärtig nicht finanzieren. Medikationssicherheit gemäß DIVI
Anpassungen in den Etiketten, etwa bei Wirkstoff- oder Dosierungswechsel, nimmt Moritz in der Regel selbst vor, er ist einer von zwei Administratoren. Individuelle Etiketten sind so entworfen, dass sie nicht vom Standard abweichen. Als Beispiel führt der Bereichsleiter Narkotika für Kinder oder einen Magenschutz für Erwachsene an: „Da haben wir auf die Standardetiketten nach DIVI zurückgegriffen und sie individuell ergänzt.“ Die Wahrung der Farbcodierung ist dem Bereichsleiter dabei besonders wichtig, da sie für eine eindeutige Kennzeichnung der Medikation sorgt. Die ColorWorks C3500 sorgen durch die verwendete Tinte neben einem qualitativ hochwertigen Druck auch dafür, dass alle Etiketten wisch- und wasserfest und somit äußerst zuverlässig sind. „Die Akzeptanz bei den Ärzten und Pflegekräften ist auch deshalb so hoch, weil sie genau das anerkennen.“ Schließlich trage die Klarheit auch zur Sicherheit der Mitarbeiter bei. Die Gefahr der Verwechslung von Wirkstoffen sei durch die Farbetiketten erheblich gesunken – und damit auch die Gefahr für die Kliniken, sich einmal Haftungsansprüchen gegenüber zu sehen. „Jeder Mitarbeiter tut sich heute leichter damit, einen Wirkstoff oder eine Dosierung zu identifizieren, als wenn sie handschriftlich aufgetragen worden ist“, sagt Oliver Moritz. „Auch hinsichtlich des Risikomanagements haben wir mit dem PraxiKett Designer und dem Epson Farbdrucker einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht.“ Weitere Informationen zum PraxiKett Designer unter

www.mediaform.de/medizinprodukte/medikations-kennzeichnung/praxikett-designer/

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Nadine Kneschke
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